
Warum helfen Menschen? Die echten Motive für Freiwilligenarbeit – und was NPOs daraus lernen können

Warum helfen Menschen? Die echten Motive für Freiwilligenarbeit – und was NPOs daraus lernen können
Wer versteht, was Freiwillige antreibt, gewinnt leichter neue Unterstützer:innen. Spoiler: Es ist selten nur reine Selbstlosigkeit. Der Schweizer Freiwilligenmonitor zeigt, wie NPOs dieses Wissen nutzen können.
Freiwillige engagieren sich selten aus nur einem einzigen Grund. Die Forschung bringt es auf den Punkt:
«Menschen engagieren sich freiwillig, weil sie etwas bewegen wollen – für andere und für sich selbst.» [1]
Die 4 wichtigsten Motivtypen für Freiwilligenarbeit
Laut Befragungen stehen vier Antriebe ganz klar im Vordergrund [1, 2]:
Gemeinschaft & Erlebnis: Zusammen anpacken, das Netzwerk erweitern und Spass haben.
Wachstum & Interessen: Eigene Hobbys verfolgen, Wissen erweitern und Verantwortung übernehmen.
Sinn & Veränderung: Aktiv Dinge anpacken und verändern, die einem am Herzen liegen.
Solidarität & Werte: Anderen unter die Arme greifen und der Gesellschaft etwas zurückgeben.
Persönlicher Nutzen (Karriere) oder äusserer Druck spielen eine deutlich kleinere Rolle [1]. Für das Freiwilligenmanagement von NPOs ist diese Motivation eine riesige Chance.
Was NPOs jetzt konkret tun können:
Um Menschen erfolgreich für ein soziales Engagement zu begeistern, sollten NPOs ihre Kommunikation an diesen Bedürfnissen ausrichten [3, 4, 5]:
Mehrwerte sichtbar machen: Zeig im Inserat, was Freiwillige mitnehmen (z. B. neue Fähigkeiten oder Kontakte).
Den Sinn greifbar formulieren (Impact): Nicht «Helft uns», sondern: «Mit deinem Einsatz ermöglichst du heute 30 Menschen ein warmes Mittagessen.»
Gemeinschaft betonen: Biete Gruppen-Einsätze an oder die Option, direkt Freund:innen mitzubringen.
Direkt ansprechen: Die Forschung zeigt: Die persönliche, direkte Anfrage ist der wirksamste erste Schritt, um Menschen für ein Ehrenamt zu gewinnen [4].
Fazit: NPOs, die den persönlichen Gewinn der Freiwilligen anerkennen und ansprechen, gewinnen leichter neue Helfer:innen – und halten sie langfristig an Bord.
Quellen:[1] Freiwilligenmonitor Schweiz 2025 · [2] Studentische Arbeit FHNW · [3] Kals, Strubel & Güntert (2021) · [4] Müller, Hameister & Lux (2017) · [5] Universität Zürich (2025)




